Wie funktioniert die Laufzeit-Prognose?
Das Riegel-Modell setzt zwei Distanzen über eine Potenzfunktion in Beziehung: T₂ = T₁ × (D₂ ÷ D₁)k. Ein Exponent von 1,06 ist ein verbreiteter Ausgangspunkt. Ein höherer Wert bildet einen stärkeren Tempoverlust auf längeren Distanzen ab.
Warum ist das Ergebnis keine Garantie?
Das Modell kennt weder deinen Trainingsumfang noch Streckenprofil, Wetter, Verpflegung, Verletzungshistorie oder individuelle Stärken. Besonders eine Marathon-Prognose aus einem kurzen Wettkampf kann zu optimistisch sein, wenn die spezifische Ausdauer fehlt. Nutze möglichst ein aktuelles Ergebnis unter vergleichbaren Bedingungen.
Peter Riegel beschrieb die Zeit-Distanz-Beziehung in „Athletic Records and Human Endurance“, American Scientist, Band 69, 1981. Eine archivierte Fassung ist über die Northern Kentucky University verfügbar.
Vom Prognosewert zum Rennplan
Wenn die Abschätzung plausibel zu deinem Training passt, überträgst du sie im nächsten Schritt in konkrete Zwischenzeiten: zum Halbmarathon Pace Rechner oder Marathon Pace Rechner.